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Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin

Ausstattung

Auf unserer interdisziplinären Intensivstation sind aktuell 10 Betten für die Behandlung schwer kranker Patienten vorgesehen. Alle Bettenplätze verfügen über die gleiche hochwertige Ausstattung und ermöglichen so eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau.

 

Herz-Kreislauf-Therapie

Sollte aufgrund einer Erkrankung die Durchblutung verschiedener Organe nicht mehr gewährleistet sein kann es notwendig werden, dass wir auf sehr potente Herz-Kreislauf-Medikamente (Katecholamine) zurückgreifen müssen. Diese starken Medikamente können auf einer Intensivstation unter kontinuierlicher Überwachung gegeben werden; hier halten wir ein breites Spektrum der verschiedensten Präparate bereit, um eine optimale Therapie durchführen zu können.

Hämodynamisches Monitoring

Um eine spezielle Versorgung zu ermöglichen, verfügen wir über nicht-invasive und invasive Monitoring-Verfahren. Neben der Standardüberwachung lassen sich Pulskonturanalyse und Schlagvolumenvarianz schnell darstellen; mit diesen Verfahren können wir das Flüssigkeitsmanagement und die Sauerstoffversorgung des Gewebes exakt beurteilen und die Therapie gezielt danach richten.

Echokardiografie

In unserer Klinik hat die Durchführung des Herzultraschalls (Echokardiografie) einen sehr hohen Stellenwert. Der Chefarzt der Abteilung, Herr Dr. med. Thomas König, verfügt neben seiner langjährigen Erfahrung im Bereich der universitären Kardioanästhesie und -intensivmedizin über die Diplome der europäischen Fachgesellschaft für Kardiologie (ESC) im Bereich transthorakale und transösophageale Echokardiografie. Diese moderne Ultraschalldiagnostik ist auf unserer Station durchgehend verfügbar und ermöglicht exakte Aussagen über die Herzfunktion, die wir dann wiederum nutzen können, um die Therapie gezielt zu steuern. Wir haben dafür in unserer Abteilung ein Schulungskonzept, mit dem alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses bettseitige Verfahren lernen können.

Extrakorporale Verfahren

Für den Fall, dass im Rahmen einer schweren kardialen Grunderkrankung die Implantation eines unterstützenden extrakorporalen Systems notwendig werden sollte, haben wir in unserer Klinik sowohl das Impella-System als auch die IABP-Pumpe vorrätig. Beide Systeme können das Herz entlasten und so für eine individuelle Therapie gute Erfolge bringen.

Beatmung

Wenn ein Patient selbstständig nicht mehr ausreichend atmen kann, die Sauerstoffaufnahme in das Blut oder die Kohlendioxidgabe gestört sind, ist häufig eine künstliche Beatmung notwendig. Bei manchen Krankheitsbildern gelingt die Beatmung sogar nur mit einer Maske, die dicht auf das Gesicht gesetzt wird. Diese Form der nicht- invasiven Beatmung kommt immer häufiger zum Einsatz und kann eine invasive Beatmung verhindern. Häufig kombinieren wir diese Beatmungsform mit einer Sauerstofftherapie über die Nase (High Flow), bei der der Sauerstoff angewärmt, angefeuchtet und mit sehr hohem Fluss appliziert wird. Sollte es im Rahmen der Erkrankung notwendig sein, eine invasive Beatmung durchführen zu müssen, wird das in der Regel über einen Beatmungsschlauch (Tubus), der durch den Mund in die Luftröhre gelegt wird, erfolgen. Sollte ein Patient über einen längeren Zeitraum beatmet werden müssen oder sollte die Entwöhnung vom Beatmungsgerät schwierig sein, so können wir eine Tracheotomie (Luftröhrenschnitt) durchführen. In den meisten Fällen wird dieser Eingriff direkt am Patientenbett in minimal-invasiver Technik durchgeführt. Mit unseren modernen Beatmungsgeräten können wir die eigenen Atembemühungen des Patienten gezielt unterstützen, sodass eine kontrollierte Beatmung nur noch sehr selten zum Einsatz kommt. Dadurch kann die Atemmuskulatur ein stückweit erhalten bleiben und wir können gezielte Therapiephasen durchführen, um dem Abbau der Muskulatur entgegenzuwirken.

Dialyse

Häufig kommt es im Rahmen von schweren Erkrankungen auch zu einer Einschränkung der Nierenfunktion, sodass der Betroffene manchmal nicht mehr in der Lage ist, Körperwasser oder giftige Stoffwechselprodukte auszuscheiden. Sollte eine medikamentöse Therapie nicht ausreichend sein, können wir auf unserer Station eine besonders kreislaufschonende Form der kontinuierlichen Dialysetherapie durchführen (CVVHD) oder in Kooperation mit unseren nephrologischen Kollegen eine intermittierende Dialyse (Hämodialyse) durchzuführen.

Sepsistherapie

Bei schweren Infektionen kann es zu einer Verteilung der Krankheitserreger über das Blut des Patienten kommen. Dabei kann es zu einer generalisierten und unkontrollierten Antwort des Immunsystems mit sehr schweren Krankheitsverläufen kommen. Im Vordergrund der Therapie stehen die Fokussanierung, die hochwirksame Antibiotikatherapie und die Kreislaufstabilisierung. Bei Beteiligung mehrer Organsysteme wird eine hochkomplexe Intensivtherapie mit ausgedehnter apparativer Unterstützung notwendig.

Reanimation

Sollte es in unserem Krankenhaus bei einem Patienten zu einem Herz-Kreislaufstillstand kommen oder ein Patient davon akut bedroht sein, wird unser Reanimationsteam von der Intensivstation alarmiert und übernimmt innerhalb kürzester Zeit die Behandlung. In der Regel erfolgt die weitere Therapie auf unserer Intensivtherapiestation. Für diese Notfalleinsätze im Krankenhaus sind unsere Ärztinnen und Ärzte nach den aktuellen Leitlinien der europäischen Fachgesellschaft (ERC) speziell ausgebildet und geschult. Nach diesen Konzepten haben wir gezielte Trainings entwickelt, um in Notfallsituationen schnell und sicher handeln zu können. Diese Schulungen sind für alle ärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Pflicht und finden in regelmäßigen Abständen statt.

Hypothermie

Nach einem Herz-Kreislaufstillstand ist die gefürchtetste Komplikation der Sauerstoffmangel (Hypoxie) des Gehirns. Zur Reduktion des Stoffwechselbedarfs des Gehirns wird deshalb ein gezieltes Temperaturmanagement durchgeführt, um die Körpertemperatur eines Patienten zu kontrollieren und leicht abzusenken. Dazu stehen uns hochmoderne Therapiegeräte zur Verfügung.

 Physiotherapie

Täglich kommen die speziell qualifizierten und hochmotivierten Pysiotherapeuten unseres Hauses auch auf unsere Intensivstation. Hier wird für jeden Patienten ein individuelles Konzept erstellt, um eine optimale Genesung zu unterstützen. Dabei arbeiten alle an der Behandlung beteiligten Personen eng zusammen.

Begleitung sterbender Patienten

Bei manchen Erkrankungen gelingt leider, trotz aller Bemühungen und modernster Behandlung, keine Heilung. Für den Fall, dass eine Therapie keine Aussicht mehr auf Erfolg bietet, möchten wir dennoch Begleitung, Beratung und Trost spenden. Den Betroffenen und Angehörigen hilft das Wissen um eine breite Schmerztherapie und das Lindern von Stress und Ängsten sehr. In unserer Klinik gibt es mehrere palliativmedizinisch ausgebildete Kollegen und zwei sehr kompetente und einfühlsame Krankenhaus- und Notfallseelsorger, die auf Wunsch auch eine konfessionelle Begleitung ermöglichen.

Besuch

Angehörigenbesuche sind auf unserer Station sehr willkommen und unterstützen den Genesungsprozess unserer Patientinnen und Patienten. Für die täglichen Abläufe gibt es auf unserer Station Kernbesuchszeiten von 15:00 bis 18:00 Uhr. Auch außerhalb dieser Zeiten sind Besuche prinzipiell möglich; es kann jedoch manchmal zu Wartezeiten kommen.

Der Kontakt zu Patienten und Angehörigen ist uns gleichermaßen wichtig. Bitte lassen Sie uns wissen, welche Bedürfnisse Sie oder Ihre Angehörigen haben; wir werden jederzeit ein offenes Ohr für Sie haben!