- Betreuung Neugeborener
- Brustschmerz
- Christliches Menschenbild
- Computertomographie
- Darmtumor
- Das Medizinische Versorgungszentrum
- Diabetes mellitus Typ 2
- Dickdarmdiagnostik
- Dickdarmkarzinom
- Die chirurgische Krebsbehandlung
- Die Geburt
- Die Wiederherstellung der Handfunktion
- Dünndarmdiagnostik
- Erweiterte laparaskopische Hysterektomie
- Galle
- Gesunde Ernährung
- Harninkontinenz
- Herzleistungsschwäche
- Kniegelenk-Endoprothese
- Kooperationsvertrag
- Leitbild
- Myome der Gebärmutter
- Neue Endoskopie-Abteilung
- Neueste Diagnosegeräte in der Radiologie
- Sanfte Wendung bei Beckenendlage
- Schilddrüse
- Schlaganfall
Medium 35 [Juni 2008]
|
BrustschmerzSchnelle Entscheidung |
||
| Dr. med. Heiko Lehmann Leitender kardiologischer Oberarzt der Abteilung Innere Medizin |
Durch den Ausbau des kardiologischen Arbeitsbereichs in unserem Haus verbessern wir weiter die Behandlung von Patienten mit akuten Erkrankungen des Herzens. Neben der Errichtung eines Herzkatheterlabors wird die zukünftige Chest Pain Unit (CPU) dabei eine zentrale Aufgabe übernehmen. Sie wird zu einer weiteren Verbesserung der Qualität der Notfallversorgung von Patienten mit akutem Brustschmerz führen.
![]() |
Überwachungsmonitor zur Kontrolle von Herzrhythmus und Atemfunktion. Der Monitor meldet jede Rhythmusstörung sofort und stellt sie genau dar |
Um dieses Ziel zu erreichen, wird in dieser Einheit besonders geschultes ärztliches und medizinisches Personal eingesetzt bei hochwertiger technischer Ausstattung. Dazu gehören unter anderem die echokardiographische Diagnostik am Krankenbett sowie die Möglichkeit der kontinuierlichen EKG-Überwachung. Die fachliche Kompetenz wird durch kardiologisch erfahrene ärztliche Mitarbeiter und nicht zuletzt durch den kardiologischen 24-Stunden-Rufdienst zu jeder Zeit sichergestellt.
Die Behandlung auf der Chest Pain Unit richtet sich nach den Leitlinien der nationalen und internationalen Fachgesellschaften. Dabei ist das individuelle Risiko des Patienten wegweisend für die weitere Behandlung. Dieses Risiko wird weiter präzisiert durch die Ergebnisse spezieller Untersuchungen, welche auf der Chest Pain Unit durchgeführt bzw. durch deren Mitarbeiterteam koordiniert werden.
Bei Patienten, die das Krankenhaus mit Brustschmerzen erreichen, wird unverzüglich ein EKG angefertigt. Sollte sich ein Hebungsinfarkt zeigen, erfolgt die sofortige Durchführung einer Herzkatheterbehandlung zur Wiedereröffnung des verschlossenen Herzkranzgefäßes, auch nachts.
Bei allen anderen Patienten erfolgt die weitere Diagnostik und Behandlung auf der Chest Pain Unit. Sollte sich ein hohes Risiko für die Patienten ergeben, wird in den nächsten 24 bis 48 Stunden eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt.
Nach Ausschluss eines akuten Herzinfarkts legt der Arzt entsprechend den Ergebnissen der nachfolgenden Untersuchungen, meist nach Belastungsuntersuchungen, das weitere Vorgehen fest.
Patienten ohne erkennbares Risiko oder eine schwere Herzerkrankung können nach der Diagnostik die Klinik wieder verlassen.
Abgerundet wird das neue Konzept der Chest Pain Unit durch eine „Kardiologie-Hotline“, über die ein enger Kontakt zwischen den Klinikärzten und den niedergelassenen Ärzten besteht.
Ihre Fragen richten Sie bitte an: Abteilung Innere Medizin Tel. 4 75 17-333
glossar
- kardiologisch das Herz betreffend
- Chest Pain Unit Intensiveinheit zur Behandlung von Patienten mit Brustschmerzen
- Hebungsinfarkt Herzinfarkt, der sich durch bestimmte Zeichen im EKG erkennen lässt
- EKG (Elektrokardiographie) Aufzeichnung der Herzstromkurven


