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Medium 34 [März 2008]
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Erweiterte laparaskopische HysterektomieSchonende Operationstechnik |
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| Dr. med. Lothar Karger Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe |
In der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung unserer Klinik führen wir seit dem vergangenen Jahr die totale laparoskopische Hysterektomie (TLH) durch. Diese neue Operationstechnik wird bei der Gebärmutterentfernung angewendet, wo bislang die klassische abdominale Hysterektomie (durch einen Bauchschnitt) durchgeführt werden musste, weil die Entfernung durch einen Eingriff von der Scheide aus (vaginale Hysterektomie) nicht möglich erschien.
Mit der totalen laparoskopischen Hysterektomie (TLH), d.h. der Entfernung der gesamten Gebärmutter im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie), steht uns nun ein modernes, innovatives Operationsverfahren zusätzlich zu den herkömmlichen Methoden zur Verfügung. Für die Patientinnen liegen die Vorteile gegenüber den etablierten Verfahren vor allem im Vermeiden des Bauchschnittes, dem geringeren Auftreten von Schmerzen nach der Operation sowie die eines kürzeren Krankenhausaufenthaltes. Geringerer Blutverlust und eine Minimierung der Komplikationsmöglichkeiten zeichnen die TLH aus.
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Einsatz der Atlasklemme (links), die sowohl das Schneiden als auch die Blutstillung ermöglicht, beim Abtragen der Gebärmutter |
Die TLH wurde erst durch innovative Medizingerätetechnik möglich. Neue Koagulationsverfahren, die eine sichere Blutstillung bei der Gebärmutterentfernung garantieren, und die neue hoch auflösende laparoskopische Bilddarstellung (HDTV) stehen den Operateuren auch in unserer Klinik zur Verfügung. Der operative Eingriff erfolgt bei der TLH im Rahmen der Bauchspiegelung. Über einen Einstich im Bauchnabel wird das Laparoskop in die Bauchhöhle eingeführt. Zwei weitere, jeweils nur 10 Millimeter breite Einstiche für die Operationsinstrumente erfolgen im Unterbauch, so dass der Eingriff mit lediglich drei Einstichen erfolgt. Zusätzlich kann mit einem speziellen Instrument (Uterusmanipulator) die Gebärmutter während des laparoskopischen Eingriffes je nach Erfordernis nach allen Seiten bewegt werden.
Dadurch sind Verletzungen der Nachbarorgane (Harnblase, Darm, Harnleiter) vermeidbar und es wird das sichere Absetzen der Gebärmutter von Blutgefäßen, Gewebsstrukturen (Parametrien) und der Scheide ermöglicht. Die Entfernung der Gebärmutter aus der Bauchhöhle erfolgt dann je nach Größe und notwendiger Zerkleinerung innerhalb der Bauchhöhle über die Scheide oder über einen 10 Millimeter breiten Einstich im Unterbauch. Die Scheide wird laparoskopisch anschließend durch Naht verschlossen.
Ihre Fragen richten Sie bitte an: Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe Tel. 4 75 17-441
glossar
- abdominal zum Bauch, Unterleib gehörig
- Hysterektomie Entfernung der Gebärmutter
- Koagulationsverfahren Verfahren zur sicheren Blutstillung
- Laparoskop Optik, die über den Bauchnabel in die Bauchhöhle eingeführt wird
- Laparoskopie Bauchhöhlenspiegelung
- minimalinvasiv mit Hilfe kleinster chirurgischer Instrumente
- Parametrien Bindegewebe, das den Gebärmutterhals seitlich umgibt
- Uterus (lat.) Gebärmutter


