
Chefarzt
Dr. med. Uwe Gottschalk
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
Tel. 030/4 75 17-331
Sekretariat
Nicole Lichtenstein
Tel. 030/4 75 17-331
Fax 030/4 75 17-332
Station 6
Ltd. Oberarzt
Dr. med. Karsten Langenberger
Facharzt für Innere Medizin
Tel. 030/4 75 17-7003
Station 7
Oberärztin
Dr. med. Claudia Lucius
Fachärztin für Innere Medizin / Gastroenterologie
Tel. 030/4 75 17-8019
Diabetologie
Dr. med. Berit Schoof
Fachärztin für Innere Medizin
Tel. 030/4 75 17-171
Tel. 030/4 75 17-8016
Diabetes mellitus / Allgemeine Innere Medizin
Auf der Station 7 wird das breite Behandlungsspektrum der allgemeinen Inneren Medizin abgedeckt.
Der besondere Schwerpunkt liegt hier in der Behandlung des Diabetes mellitus und dessen Folgeerkrankungen insbesondere der diabetischen Nephropathie, des arteriellen Hypertonus und des diabetischen Fußsyndroms.
Diabetologie
Der Diabetes mellitus ist die Volkskrankheit Nummer 1. Aus diesem Grund wird die Durchführung konsequenter regelmäßiger Suchtests mit Bestimmung des Blutzuckers empfohlen. Im Besonderen gilt dies für erstgradig Verwandte eines Diabetikers, für Patienten mit Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht, Raucher und für Menschen mit Herzkranzgefäßerkrankungen, nach Schlaganfall oder anderen Gefäßkrankheiten.
Als bevorzugter Test zur Sicherung der Diagnose dient die Bestimmung der Nüchternglukose. Diese setzt voraus, dass eine mindestens achtstündige Nahrungskarenz vorausgeht. Die Glukosemessung, die der Diagnose Diabetes mellitus zu Grunde liegt, muss mit einer qualitätskontrollierten Labormethode erfolgen. Ein Diabetes mellitus liegt vor, wenn ein Nüchternblutzuckerwert von >126 mg/dl (>7,05 mmol/l) gemessen wird. Von einer kontrollbedürftige Glukosetoleranzstörung spricht man bei einem BZ-Wert von 110-126mg/dl ( 6,16 - 7,05 mmol/l) .
Es werden verschiedene Gruppen des Diabetes mellitus unterschieden – Typ 1 Diabetes, Typ 2- Diabetes mellitus, Gestationsdiabetes und andere Diabetestypen.
Die große Mehrzahl der Patienten sind an einem Diabetes mellitus Typ2, dem sogenannten Altersdiabetes erkrankt. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten, der Manifestationsgipfel liegt jedoch im 5.-6. Lebensjahrzehnt.
Häufig liegen bereits bei Diagnosestellung eine hohe Verknüpfung mit Komplikationen vor.
Die gefürchteten Folgeerkrankungen sind Erkrankungen der großen Gefäße wie Herzkranzgefäßerkrankungen, Gefäßerkrankungen der Extremitäten oder der arterielle Hypertonus und Schlaganfälle sowie die Komplikationen an kleinen Gefäßen wie die Erkrankungen der Nieren oder Augen (diabetische Nephropathie und Retinopathie).
In vielen Fällen sehen wir das Vorliegen eines metabolischen Syndroms, welches durch das gemeinsame Auftreten von Adipositas, Hyperurikämie, Hyperlipidämie, arteriellem Hypertonus und Diabetes mellitus gekennzeichnet ist.
Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung wird die Zahl der Menschen mit Diabetes mellitus weiter ansteigen. Die Vorbeugung und konsequente Behandlung wird zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Es bestehen gute Möglichkeiten diese Erkrankung durch verschiedene Behandlungskonzepte in Kombination mit einer Umstellung der Lebensgewohnheiten mit speziellen Ernährungsempfehlungen zu therapieren.
In unserer Abteilung erfolgt die Ersteinstellung von Patienten mit Diabetes mellitus, es werden Stoffwechselentgleisungen bei Diabetikern mit und ohne Insulin behandelt.
Wir diagnostizieren und behandeln Fettstoffwechselstörungen und Gicht sowie Organkomplikationen bei Diabetes mellitus.
Es erfolgen Screeninguntersuchungen auf Folgeerkrankungen, wie z.B. die Kontrolle der Mikroalbuminausscheidung im Urin. Diese dient als Risikomarker für kardiovaskuläre Erkrankungen.
Der ebenfalls durchgeführte Stimmgabel – und Mikrofilamenttest dient dem Ausschluss neuropathischer Komplikationen.
Ausserdem erfolgen Blutdruckkontrollen und Optimierung der Medikation.
Das Team der Diabetesstation führt eine individuelle Beratung und Behandlung der Patienten durch. Die Grundlage dafür bilden die Empfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft (www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de)
Das Pflegepersonal, unsere Diabetikerberaterin und das Ärzteteam vermittelt Wissen und gibt Hilfe bei individuellen Problemen.
Blutzuckermessgeräte und Insulin-Pens werden während des stationären Aufenthaltes kostenfrei zur Verfügung gestellt, die Handhabung individuell erlernt und gefestigt.
Sie erhalten von uns während der Beratung Informationsmaterialien, einen Diabetikerausweis sowie ein Diabetikertagebuch.
Es besteht die Möglichkeit zu Bewegungstherapie und Ergometertraining. Der Einfluss der körperlichen Aktivität auf die Blutzuckereinstellung und Verbesserung der Lebensqualität wird vermittelt.
Nephrologische Erkrankungen im Behandlungsspektrum der Klinik
Der Anteil der Patienten mit Nierenerkrankungen im allgemein ausgerichteten Krankenhaus ist in den letzten 10 Jahren in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Die Niere als „Zielorgan“ der Spätschäden bei Zivilisationskrankheiten wie Hypertonus und Diabetes mellitus ist häufig bereits geschädigt, wenn die Patienten mit derartigen Grundleiden wegen anderer Ursachen stationär behandelt werden. So wird eine diagnostische Untersuchung des Ausmaßes eines Nierenschadens zum Bestandteil der stationären Behandlung werden. Von deren Ergebnis hängen die Dosis und weitere Einnahme bestimmter Medikamente, die ergänzende Verordnung von Elektrolyten, Vitaminen und Diuretika und die tägliche aufzunehmende Flüssigkeitsmenge des Patienten ab. Hier ist neben einem intensiven Schulungsprogramm für die Patienten ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arzt und Patient, ein gut informiertes Pflegepersonal und ein zeitgerechtes Labor mit modernen Methoden der Nieren-und Harndiagnostik erforderlich.
Andererseits kann durch akute Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, durch Volumenmangel oder nephrotoxische Wirkungen von notwendigerweise verabreichten Medikamenten eine vorgeschädigte Niere in die terminale Niereninsuffizienz übergehen.
Ein akutes Nierenversagen, ebenfalls zumeist durch extrarenale Erkrankungen, stellt eine weiter Entität dar, die zunehmend häufiger bei den Patienten der Klinik auftritt. Ursache ist neben internistischen Erkrankungen das postoperative Nierenversagen.
Patienten mit Tumoren des gastrointestinalen Systems, mit Pankreatitis oder multimorbide Patienten mit notfallmäßigen Operationen können trotz vorbeugender Strategien einen Ausfall der Nierenfunktion erleiden. Einziger Ausweg ist neben Beseitigung der Ursache häufig eine Nierenersatztherapie, um einen fatalen Ausgang zu verhindern.
Aus diesem Grund erscheint es vor dem Hintergrund der zunehmenden Spezialisierung nur folgerichtig, die Diagnostik und Behandlung von Nierenerkrankungen verstärkt durchzuführen und kontinuierlich auszubauen.
Ziele
Patienten mit Symptomen einer Nierenfunktionsstörung werden gezielt untersucht. Dazu gehört das konkrete Erfassen von bereits bekannten Diagnosen, behandelten Erkrankungen des Urogenitaltraktes und der Verlauf der Nierenfunktion in der jüngeren Vergangenheit.
Dabei ist der Kontakt zum Hausarzt erforderlich. Befindet sich der Patient in nephrologischer Behandlung, werden die Informationen im allgemeinen die weitere Diagnostik während des aktuellen Krankenhausaufenthaltes einschränken können, da dies zumeist bereits umfassend erfolgte.
Die Erfassung von Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes, nierenschädigende Medikamente als Langzeiteinnahme, Hyperurikämie mit Gefahr der Gichtniere) bindet sich in die Diagnostik bei Patienten mit Diabetes mellitus und Herz-Kreislauferkrankungen als den häufigsten Aufnahmediagnosen auf unserer Station sinnvoll ein.
Der Patient wird über die Ergebnisse ausführlich informiert. Über die Lebensführung erfolgen Gespräche mit dem Stationsarzt, der Diätberaterin und dem geschulten Pflegepersonal. Schriftliches Informationsmaterial wird bereitgestellt.
Bei Patienten, die in ihrer Lebensführung von Hilfe anderer abhängig sind, erhalten die betreuenden Personen, auch das Personal der Seniorenheime, die o.g. Informationen. Dazu dient der Pflegeüberleitungsbogen ebenso wie standardisiertes Material. Selbstverständlich ist für die ärztliche Kommunikation der ausführliche Abschlussbericht des Stationsarztes.
Die Einbindung einer Ernährungsberaterin erscheint bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz und besonders bei Patienten mit chronischer Dialyse sinnvoll, sofern dies bisher nicht schon ambulant geschehen ist.
Die Behandlung von Dialysepatienten, die wegen anderer Erkrankungen stationär behanelt werden, sollte zur klinischen Normalität gehören. Dazu wird eine Zusammenarbeit mit der dialysierenden Praxis ausgebaut. Fachliche Kenntnisse sowohl medizinischer als auch pflegerischer Art sind durch Fortbildungen zu etablieren.
Methoden
Während des stationären Aufenthaltes erfolgen:
- Klinische Untersuchung mit besonderem Augenmerk auf Zeichen der Nierenfunktionsstörung (Anämie, Ödeme z. B.)
- Laborwerte mit Verlaufskontrollen nach Behandlung (Kreatinin, Harnstoff, Cystatin C , Urinstatus mit Nachweis von Mikroalbumin, ggf. auch Mikroglobulin, Urinsediment, Nitrit als Hinweis auf bakterielle Infektionen, Bakterienkultur zur gezielten antibiotischen Behandlung bei symptomatischem Harnwegsinfekt, bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz und /oder Diabetikern auch bei asymptomatischer Bakteriurie)
- Ermittlung der glomerulären Filtrationsrate und Erfassung des Stadiums der chronischen Niereninsuffizienz.
- Bildgebende Verfahren bei klarer Indikation (Sonographie zur Nierenmorphologie wie Größe, Vorhandensein von Cysten, Nierenbeckensteinen, Suche nach postentzündlichen Veränderungen, Aussschluss von Aufstau des Nierenbeckens bei Abflusshinderung in den ableitenden Harnwege, bei männlichen Patienten die Untersuchung der Prostata), sofern nicht in den letzten 6 Monaten geschehen.
- Eine Computertomographie wird zur Klärung bei neu aufgetretenen raumfordernden Prozessen durchgeführt. Dabei ist die potentiell nierenschädigende Wirkung des Kontrastmittels zu beachten.
Ausblick
Mit der gezielten Behandlung und Betreuung von Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung werden wir dem Konzept der umfassenden internistischen Therapie in unserer Klinik gerecht. Besonders Diabetiker benötigen konsequent medizinische Erfassung des häufig begleitenden Nierenschadens und immer wieder Schulung für den Umgang im Alltag. Auch für die Hausärzte werden fachliche Informationen, Ansprechpartner und darüber ein guter Kontakt zum Wohl der Patienten angestrebt.
Kontakt
| Station 7 | Tel. 030/4 75 17-171 |
| Oberärztin Dr. med. Claudia Lucius | Tel. 030/4 75 17-8019 |
| Dr. med. Berit Schoof | Tel. 030/4 75 17-171 |
