
Chefarzt
Dr. med. Heiko Lehmann
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Tel. 030/4 75 17-321
Fax 030/475 17-323
Leitender Oberarzt
Dr. med. Thomas Ali
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Tel. 030/4 75 17-321
Oberarzt
Volker Laag
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Station 1
Tel. 030/4 75 17-8009
Sekretariat
Uta Stöhr
Tel. 030/4 75 17-321
Fax 030/4 75 17-323
Herzkatheterlabor
Bereichsleiterin Jana Schiwek
Tel. 030/4 75 17-8007
Fax. 030/4 75 17-322
Station 3 (Kardiologie) / Chest Pain Unit
Stationsleiterin Jutta Stammberger
Tel. 030/4 75 17-131
Fax. 030/4 75 17-132
Station 1 (Kardiologie)
Stationsleiterin Sabine Kubsch
Tel. 030/4 75 17-111
Fax. 030/4 75 17-112

Angina pectoris
Koronare Herzkrankheit
Wie äußert sich die Angina pectoris?
Angina pectoris oder auf Deutsch Enge in der Brust wird durch eine Minderversorgung des Herzmuskels an Sauerstoff ausgelöst. Typischerweise verspürt der Patient einen brennenden oder drückenden Schmerz in der Brust bzw. hinter dem Brustbein, welcher in den linken Arm ausstrahlt. Bei einigen Patienten sind die Beschwerden jedoch ganz oder teilweise auf den Unterkiefer, die rechte Schulter oder den Oberbauch lokalisiert. Wiederum können sich die Beschwerden, insbesondere bei Patienten die unter einem Diabetes mellitus („Zuckererkrankung“) leiden, allein als Luftnot äußern. Schmerzen können dabei ganz fehlen.
Welche Ursachen hat die Angina pectoris?
Die häufigste Ursache für eine Angina pectoris ist die Verengung oder der Verschluss eines oder mehrerer Herzkranzgefäße, die Koronare Herzkrankheit.
Diesen Veränderungen liegen Fettablagerungen in der Gefäßwand zu Grunde. Die Gefäßinnenhaut kann über den Fettablagerungen einreißen und das Blutgerinnungssystem aktivieren. Es kommt zur Bildung von Blutgerinnseln, die das Herzkranzgefäß weiter verengen oder verschließen. Ein lebensbedrohlicher Herzinfarkt ist entstanden. Seltene Ursachen sind Gefäßverkrampfungen, Gefäßentzündungen, verschleppte Gerinnsel oder Erkrankungen der Herzklappen.
Risikofaktoren für die Entstehung der koronaren Herzkrankheit sind:
- Rauchen
- Diabetes mellitus
- Übergewicht
- erhöhter Blutdruck
- erhöhter Cholesterinspiegel
- familiäre Belastung
- Bewegungsmangel
Patienten mit neu aufgetretenen Schmerzen in der Brust oder bei denen sich die Häufigkeit oder die Schwere bekannter Symptome verändert haben, sollten unverzüglich den Notdienst informieren.
Dieser wird sie in aller Regel in ein Krankenhaus einweisen.
Was passiert im Krankenhaus?
In der Regel erfolgt die Aufnahme in der Chest Pain Unit (CPU). Die dort durchgeführten Untersuchungen sind abgestuft.
Zunächst wird durch EKG-Untersuchungen und Blutuntersuchungen geprüft, ob ein Herzinfarkt oder eine Vorstufe vorliegt, denn dann ist Eile geboten und in der Regel die rasche Durchführung einer Herzkatheterbehandlung mit Dehnung des kranken Herzkranzgefäßes angezeigt.
Bei den Patienten mit zunächst unauffälligen EKG- und Blutuntersuchungen wird nachfolgend die Wahrscheinlichkeit einer Herzkranzgefäßerkrankung bestimmt durch:
Echokardiographie
- Ultraschalluntersuchung des Herzens
Fahrradergometrie
- EKG-Untersuchung während einer Fahrradbelastung ggf. als
Spiroergometrie
- Fahrradbelastung mit Messung der Atemvolumen
Stressechokardiographie
- Belastung (Fahrrad oder medikamentös) in Kombination mit einer Herzultraschalluntersuchung
Ergeben diese Untersuchungen eine mittlere bis hohe Wahrscheinlichkeit auf das Vorliegen einer Herzkranzgefäßerkrankung, sollte auch bei diesen Patienten eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden.
Was bedeutet Herzkatheter?
Herzkatheter bedeutet das Röntgen der Herzkranzgefäße mit Kontrastmittel. Da das Kontrastmittel dabei durch spezielle dünne Plastikschläuche (Katheter) direkt in die Herzkranzgefäße gespritzt wird, können diese sehr genau beurteilt werden. Mögliche Verengungen oder Verschlüsse können gleichzeitig durch eine Ballondehnung behandelt werden. Zur Verbesserung des Ergebnisses wird dabei oft eine Gefäßstütze, ein so genannter Stent, eingesetzt.
Durch moderne Katheter sind wir in der Lage, die meisten der Patienten über ein Blutgefäß am Handgelenk zu untersuchen. Bei den anderen Patienten erfolgt die Untersuchung in üblicher Art über die Leiste. Nach der Untersuchung erhält der Patient einen Druckverband.
Wie kann der Patient zum Erfolg der Behandlung beitragen?
Die Erkrankung der Herzkranzgefäße ist eine chronische Erkrankung,
die unterschiedlich schnell fortschreitet.
Wichtig ist eine Kombinationsbehandlung, die moderne Medikamente ebenso einschließt
wie die Reduzierung der Risikofaktoren unter anderem durch Änderung
der Lebensgewohnheiten:
- Reduktion des Übergewichts
- Beendigung des Rauchens
- regelmäßige (dosierte) Bewegung
- Veränderung der Essgewohnheiten
- optimale medikamentöse Einstellung der Blutdruck, Cholesterin- und Zuckerwerte
