
Chefarzt
Dr. med. Uwe Gottschalk
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
Tel. 030/4 75 17-331
Sekretariat
Nicole Lichtenstein
Tel. 030/4 75 17-331
Fax 030/4 75 17-332
Station 6
Ltd. Oberarzt
Dr. med. Karsten Langenberger
Facharzt für Innere Medizin
Tel. 030/4 75 17-7003
Station 7
Oberärztin
Dr. med. Claudia Lucius
Fachärztin für Innere Medizin / Gastroenterologie
Tel. 030/4 75 17-8019
Diabetologie
Dr. med. Berit Schoof
Fachärztin für Innere Medizin
Tel. 030/4 75 17-171
Tel. 030/4 75 17-8016
Venenthrombose
Was ist eine Venenthrombose?
Die Thrombose ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Gefäß bildet. Davon sind überwiegend die Venen (Gefäße, die das Blut zum Herzen führen) betroffen. Je nach Lage, Art und Größe der Thrombose können die Symptome sehr unterschiedlich sein. Die häufigste Thrombose ist jedoch die Beinvenenthrombose mit typischen Symptomen wie:
- Spannungsgefühl
- verstärkte Venenzeichnung
- ziehender Schmerz (ähnlich dem Muskelkater)
- Schwellung
- rötlich-bläuliche (=livide) Verfärbung
Eine fehlende Behandlung kann eine Schädigung der Venenklappen
und somit eine chronische Venenschwäche mit immer wiederkehrenden
Schmerzen und Beinschwellung nach sich ziehen. Im schlimmsten Fall können
auch Unterschenkelgeschwüre entstehen.
Besonders gefährlich ist es, wenn sich das Gerinnsel am Entstehungsort
löst und vom Blutfluss durch den Körper geschwemmt wird. Verstopft
dieses dann ein Gefäß, kommt es zu einer Gewebsschädigung
(Embolie).
Dies kann z.B. bei einer Lungenembolie zu starker Luftnot bis hin
zum plötzlichen
Tod führen.
Welche Ursachen führen zu einer Venenthrombose?
- Gerinnungsstörungen – eine erblich bedingte verstärkte Blutgerinnung
- Situationen, die zu einer starken Verlangsamung des Blutstroms führen: Krampfadern, eingeklemmte Gliedmaßen, Bewegungsunfähigkeit (u. a. nach Operationen), langes Sitzen mit eingeengter Bewegungsmöglichkeit (Bus- und Flugreisen) – „Reisethrombose“
- Schäden der Gefäßwände (Verletzungen, Quetschungen, Operationen), altersbedingte Veränderungen, entzündliche Veränderungen der Venen
Risikofaktoren,
die das Entstehen einer Thrombose begünstigen, sind:
- Bewegungsmangel
- Einnahme der Pille
- Schwangerschaft
- Flüssigkeitsmangel
- Krebserkrankung
Welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es?
- Eine einfache Laboruntersuchung (D-Dimer-Bestimmung) hilft, eine verstärkte Gerinnung nachzuweisen.
- Die Ultraschalluntersuchung ist heutzutage die Methode der Wahl.
- Phlebographie ist eine Beurteilung der Venen durch Röntgendiagnostik, die im Zweifel herangezogen werden kann.
Wie wird die Therapie durchgeführt?
Zunächst wird die Fähigkeit zur Gerinnung durch Antikoagulantien in Form von Spritzen herabgesetzt („Blutverdünnung“). Dieses hilft bei der Wiederherstellung eines ungestörten Blutflusses. Des Weiteren wird die betroffene Extremität mit Binden oder Thrombosestrümpfen versorgt. Sie unterstützen die Venen durch erhöhten Gewebedruck von außen, wodurch der Blutrückfluss erleichtert wird. So früh wie möglich sollte zudem mit Gangübungen begonnen werden.
Eine Tablette zur Blutverdünnung ersetzt in der Regel die Spritzen. Es handelt sich hierbei um eine Cumarin-Substanz. Die Dosierung des Medikamentes ist individuell einzustellen. Eine Wirkungskontrolle erfolgt über Laboruntersuchungen.
Zunächst wird die Gerinnung des Blutes in der Einstellungsphase in kleinen Abständen kontrolliert, später, also in der Regel in der Zeit nach der Entlassung, ist dies nur noch von Zeit zu Zeit notwendig. Die Dauer der Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab und beträgt normalerweise einige Monate. Bei hohem Risiko kann im Einzelfall auch eine lebenslange Einnahme der Antikoagulantien notwendig sein.
