
Chefarzt
Dr. med. Tom Zinner
Facharzt für Chirurgie / Viszeralchirurgie
Tel. 030/4 75 17-7005
Leitender Oberarzt
Dr. med. Franz-Georg Smiszek
Arzt für spezielle Orthopädie und spezielle Unfallchirurgie, D-Arzt
Tel. 030/4 75 17-8004
Oberarzt
Dr. med. Michael Stöhr
Facharzt für Chirurgie / Viszeralchirurgie
Tel. 030/4 75 17-7056
Oberarzt
Dr. med. Wladimir Wilk
Facharzt für Chirurgie / Unfallchirurgie
Tel. 030/4 75 17-7008

Sekretariat
Heike Ziemer
Tel. 030/4 75 17-345
Fax 030/4 75 17-346
Station 4
Tel. 030/4 75 17-141
Station 5
Tel. 030/4 75 17-151
Minimal Invasive Chirurgie
Was ist MIC?
Der Begriff "Minimal Invasive Chirurgie" (MIC) wurde 1988 für den Einsatz der Endoskopie bei operativen Eingriffen eingeführt. Mit MIC lassen sich erkrankte Organe ohne große Schnitte operieren. Man nennt diese Technik daher auch "Knopfloch-Chirurgie".
Ermöglicht wurde MIC durch die Entwicklung lichtstarker Mikrochip-Kameras mit hochauflösendem Farb-Video-Monitor. Da die Narben später kaum noch sichtbar sind, wurde in den Medien auch der Begriff der "Operation ohne Schnitt" geprägt.
In der Gelenkchirurgie wird MIC bereits seit 80 Jahren angewandt. Weite Verbreitung auf diesem Gebiet fand die Methode in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts durch den Einsatz verbesserter Instrumente.
Wo wird MIC eingesetzt?
- Blinddarmoperationen
Bei einer akuten Entzündung des Blinddarms wird das Organ entfernt. Dazu werden ein Endoskop sowie sondenförmige Instrumente über kleine Hautschnitte eingeführt. - Gallenblasenoperationen
Bei Patienten mit Beschwerden wegen Gallen-blasensteinen lässt sich durch Minimal Invasive Chirurgie das erkrankte Organ mitsamt den Steinen aus dem Bauchraum entfernen. - Leistenbruchoperationen / Bauchwandbrüche
Wenn im Bereich der Bauchdecke Lücken existieren, sprechen wir vom Eingeweidebruch, Bauchdecken- oder Leistenbruch. Bisher wurden solche Leiden mit einem Schnitt von außen operiert. Neuerdings wird diese Technik durch ein Verfahren abgelöst, das den Defekt in der Bauchwand unter Sicht mit einem Netz von innen hinterlegt. Die Lücke wird so wie mit einem Segel überspannt. - Verwachsungsbauch
Nach offenen Bauchoperationen entstehen in Folge von Narbenbildungen häufig Verwachsungen im Bauchinneren. Diese können Beschwerden verursachen oder die Darmpassage behindern, was einen Darmverschluss hervorrufen kann. Mittels MIC kann die Ursache der Beschwerden aufgeklärt und meist auch beseitigt werden. - Operationen an Magen und Darm
Mit MIC können auch Eingriffe an Magen und Darm vorgenommen werden. So lassen sich beispielsweise Teile des Dick- oder Dünndarms entfernen und Durchbrüche von Magen und Darm übernähen. Auch können Lymphknoten als Proben entnommen werden. Bei einem Vorfall des Enddarmes lässt sich dieser raffen und neu fixieren. - Sigmadivertikulitis
Im Falle einer Divertikelkrankheit kann der S-Darm durch MIC laparoskopisch (über Bauchspiegelung) entfernt werden. - Weitere Möglichkeiten
Neben den aufgezählten Operationen können mit MIC-Technik Eingriffe an Leber und Milz sowie bei stumpfen Bauchverletzungen und bösartigen Erkrankungen vorgenommen werden.
Vorteile der MIC
- MIC verringert die operationsbedingten Verwachsungen im Bauchraum deutlich.
- Es entstehen nur kleine Schnitte, die später kaum noch sichtbar sind.
- Der Körper wird bei der Operation erheblich weniger belastet.
- Der Operation ist weniger schmerzhaft.
- Der Klinikaufenthalt des Patienten verkürzt sich.
- Der Patient ist nach der Operation schneller wieder belastbar.
- Falls bei der Operation Schwierigkeiten auftreten, kann problemlos auf herkömmliche Operationsverfahren umgestiegen werden.
| Dr. med. T. Zinner Chefarzt |
Dr. med. Michael Stöhr Oberarzt Chirurgie / Viszeralchirurgie |
