
Chefarzt
Dr. med. Tom Zinner
Facharzt für Chirurgie / Viszeralchirurgie
Tel. 030/4 75 17-7005
Leitender Oberarzt
Dr. med. Franz-Georg Smiszek
Arzt für spezielle Orthopädie und spezielle Unfallchirurgie, D-Arzt
Tel. 030/4 75 17-8004
Oberarzt
Dr. med. Michael Stöhr
Facharzt für Chirurgie / Viszeralchirurgie
Tel. 030/4 75 17-7056
Oberarzt
Dr. med. Wladimir Wilk
Facharzt für Chirurgie / Unfallchirurgie
Tel. 030/4 75 17-7008

Sekretariat
Heike Ziemer
Tel. 030/4 75 17-345
Fax 030/4 75 17-346
Station 4
Tel. 030/4 75 17-141
Station 5
Tel. 030/4 75 17-151
Dickdarmtumore
Was ist ein Dickdarmtumor?
Der Dickdarm-Krebs zählt zu den drei häufigsten Krebsarten in Deutschland. Er hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Derzeit erkranken auf 100.000 Einwohner jährlich etwa 24 Menschen. Männer und Frauen sind annähernd gleich betroffen.
Ursachen
Neben ungesunder Ernährung (faserarme Kost und Fett) ist unter Umständen auch eine genetische Veranlagung die Ursache von Dickdarmkrebs, manchmal auch eine chronische Dickdarmentzündung.
Diagnostik
Dickdarm-Krebs weist leider kaum Frühsymptome auf. Erste Anzeichen sind oftmals ein unregelmäßiger Stuhlgang (Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall) mit Blutabgang sowie Leistungs-abfall. Ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl kann richtungsweisend für die weitere Diagnose sein. (Der Hämoccult-Test gehört zur jährlichen Krebsfrüherkennung bei Männern und Frauen ab dem 45. Lebensjahr. Ab dem 55. Lebensjahr sollte eine Vorsorgekoloskopie durchgeführt werden.)
Mit standardisierten Verfahren lässt sich die Diagnose heute verlässlich durchführen. Hierzu zählen: Enddarmuntersuchungen mit dem behandschuhten Finger des Arztes, Spiegelung des Enddarmes (Rektoskopie), Röntgen-untersuchungen (Kontrasteinlauf), Spiegelung des gesamten Dickdarmes (Koloskopie) mit feingeweblichen Untersuchungen aus dem verdächtigen Krankheitsherd. Bei ausgedehnten bösartigen Wucherungen kann der Tumor vor der Operation durch Radio-Chemotherapie verkleinert werden.
Operationsmethoden
Die befallenen Dickdarmabschnitte werden unter Mitnahme der entsprechenden Lymph-abflussbahnen entfernt. Zur Operations-vorbereitung gehören die Darmspülung, Atemgymnastik sowie medikamentöse Maßnahmen zur Unterstützung der Herz- und Lungenfunktion. Die Ergebnisse der feingeweblichen Befunde werden innerhalb eines Fachteams besprochen. Sind die Lymphknoten befallen, muss eine Chemotherapie durchgeführt werden, die auch ambulant erfolgen kann.Um den Stuhldurchgang wiederherzustellen, werden die Darmenden spannungsfrei zusammengefügt (Anastomose).
Nachsorge
Nach etwa drei bis vier Tagen künstlicher Ernährung erfolgt ein
geplanter Kostaufbau mit Tee, flüssiger – später passierter
Kost bis hin zur leichten Vollkost. Die Nachsorge ergibt sich aus den entsprechenden
Befunden nach der Operation und der feingeweblichen Untersuchung. Kombinierte
Strahlen- bzw. Chemotherapien können das Behandlungsergebnis
weiterhin positiv beeinflussen. Bei der Entlassung erhalten Sie Empfehlungen
mit auf den Weg, die Sie unbedingt einhalten sollten. Dazu gehören regelmäßige
Nachuntersuchungen, körperliche Aktivität sowie die Ernährung
mit ballaststoffreicher Kost.
| Dr. med. T. Zinner Chefarzt |
Dr. med. Michael Stöhr Oberarzt Chirurgie / Viszeralchirurgie |
